"Service-Schnittstelle" für H0-Triebfahrzeuge 


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Was ist das? Wozu soll das gut sein?Einstiegsbild (Roco 360)

Beim der Reinigung der Radsätze von Triebfahrzeugen stellt sich immer wieder das Problem, das man eigentlich vier bis fünf Hände bräuchte um, die Reinigungs-Prozedur halbwegs vernünftig über die Bühne zu bringen. Die auf dem Dach liegende Lok muss festgehalten werden, dann muss an einem Radsatz noch irgendwie der Fahrstrom, sei es analoger oder digitaler, angelegt werden und natürlich muss dann noch das in Spiritus getränkte Wattestäbchen für die eigentliche Reinigung gehalten werden. Zu allem Überfluss soll dann auch noch das Drehgestell festgehalten werden oder gegen den zu reinigenden, seitenverschiebaren Radsatz des Fünfkupplers gedrückt werden, damit sich die Steuerung nicht verhakt ...

Um den beschriebenen Vorgang etwas angenehmer zu gestalten, war es aus meiner Sicht das einfachste, die Fahrstromversorgung für die Reinigung der angetriebenen Radsätze über zwei Steckkontakte an der Unterseite der Triebfahrzeuge zu realisieren.

Die hier gezeigten Bilder sollen zeigen, dass sich für die verwendeten Buchsenleisten mit 2,5 mm Rastermass eigentlich in allen in Frage kommenden Fahrzeugen ein passender Einbauplatz finden lässt.

Die beiden Buchsenkontakte werden je nach Platzangebot auf die Radschleifer der Fahrzeuge oder direkt zum Decoder-Eingang verdrahtet.

Sicherlich mag der Aufwand zum Einbau so einer "Schnittstelle" dem einen oder anderen zu hoch vorkommen; die Arbeitserleichterung beim Putzen rechtfertigt aber aus meiner Sicht den Einbauaufwand.


Zum Einsatz kommen gedrehte Buchsenleisten (Rastermass 2,5 mm, in Bild links), die, mit etwas Schrumpfschlauch isoliert in die Triebfahrzeuge eingebaut werden. Rechts im Bild der die zugehörige Steckerleiste, mit der der Fahrstrom eingespeist wird.


 

Beispiele für mögliche Einbauorte:

Roco V60 (Bild siehe oben)
Hier wird einfach das zum anbringen des Ski-Schleifers verwendete Loch zweckentfremdet. (Einbaubeschreibung folgt)

Brawa Kö 2

Da der Decoder bei dieser Kleinlok normalerweise unter dem Führerhausdach angebracht ist, muss mit Bohrer und Feile oder mit einem Fräser von unten ins Führerhaus durchgebrochen werden. Die Buchsenleiste wird anschliessend mit Heißkleber festgeklebt.

 
Brawa BR 102
(folgt)

Bild BR 102

Da beim "Briefkasten" der Decoder meistens auf dem Führerhausboden rumliegt, muss mit Bohrer und Feile oder mit einem Fräser von unten ins Führerhaus durchgebrochen werden. Die Buchsenleiste wird anschliessend mit Heißkleber festgeklebt, wie bei der Kö.


Gützold BR 119 

Beim "U-Boot" wurden die beidem Buchsenkontakte einfach und unauffällig mit etwas Heißkleber ans äußere Ende eines Dreggestells geklebt. Über zwei kurze Leitungen wurden die Buchsen mit den Radschleifern verbunden.


 Kommentare/Anregungen/Korrekturen/Ergänzungen erbeten an mich.
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Diese Seite wurde erstellt von Mathias König. Stand: 15.01.03