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280 PS-LKW-Motor für die Berufsschule
Veröffentlicht am: 15. Februar 2006 - 15:02

NÜRNBERGER LAND (lra) – 280 PS für die Staatliche Berufsschule Lauf: Durch eine großzügige Spende der MAN-Nutzfahrzeuge AG Nürnberg kam die Berufsschule dieser Tage in den Besitz eines neuen Dieselmotors als praxisbezogenes Unterrichtsobjekt für die Auszubildenden der Fachrichtung Kfz-Mechatronik.
„Dank der aktuellen Technik haben die Azubis die Chance, konkrete Aufgaben aus der Praxis einer Automobilwerkstatt zu lösen. Der Motor macht die gute Zusammenarbeit zwischen unserer heimischen Wirtschaft und der Berufsschule in Lauf deutlich“, lobte Landrat Helmut Reich. „Wir wissen es zu schätzen, dass wir durch die Verbindung zur Wirtschaft diesen Motor bekommen haben“, freute sich Christian Schmidt, stellvertretender Schulleiter der Berufsschule in Lauf . Die Spende, so Thomas Horz, Vorsitzender des Industrie- und Handelskammergremiums und des Fördervereins der Berufsschule, setze die Schule in die Lage, Kompetenzzentrum für Kfz-Mechatroniker zu sein.
Georg Kugler überbrachte zusammen mit seinem Kollegen Erwin Bezold im Auftrag der MAN Nutzfahrzeuge AG den Motor als Dauerleihgabe. Er betonte seine Verbundenheit mit der Berufsschule Lauf, in der er selbst einmal ausgebildet worden ist. Darüber hinaus sei es ihn und seiner Firma wichtig, die praktische Ausbildung der neuen Generation von Mechatronikern zu fördern.
Bei dem Motor handelt es sich um einen 6 Zylinder Fahrzeugdieselmotor Euro3 vom Typ D0836 LOH01 im Gesamtwert von ca. 25.000 €. Dazu gehört ein Laptop mit Diagnose-Programmen, der eine Auswertung der technischen Daten im Motor ermöglicht.
Im Unterricht können Diagnosearbeiten am elektronischen Diesel-Einspritzsystem VP44 von Bosch mit Hilfe des Diagnose-Laptops durchgeführt werden. Das Gerät macht elektronische Arbeiten, wie Sensoren und Aktoren durchmessen, Auswirkungen von defekten Sensoren am Diagnose-Laptop beobachten und das Notlaufprogramm bewerten. Auf der mechanischen Seite kann der Computer Kompressionstests durchführen und den Zustand des Motors bewerten, sowie den Turboladerdruck bei unterschiedlichen Drehzahlen erklären und bewerten
Durch die neuen Techniken und umfangreich vernetzten mechanisch-elektronischen Fahrzeugsysteme ist bei der täglichen Werkstattarbeit die Trennung zwischen Kfz-Mechanik und Kfz-Elektrik nahezu aufgehoben. Daher wurde der neue Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker geschaffen, der den im Reparatur- und Servicemarkt neu benötigten beruflichen Qualifikationen entspricht. Fast alle Funktionen der verbundenen Kfz-Komponenten werden elektronisch kontrolliert und eventuelle Fehler mit Computern über Diagnoseschnittstellen ausgelesen.

Foto: Häusler; v. l. n. r.: Erwin Bezold, Georg Kugler, Landrat Helmut Reich, Thomas Horz
 
 

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23.02.06

Fotos: Landratsamt und Berufsschule Nürnberger Land