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Beim diesjährigen Kongress des Bayerischen Schachbundes in Ingolstadt kandidierte Hermann Bischoff vom SC Noris-Tarrasch Nürnberg nicht mehr als Bundesrechtsberater. Von der Versammlung wurde ihm für seine jahrzehntelange Tätigkeit die Ehrenmitgliedschaft angetragen. Im Folgenden gebe ich ein Portrait des Geehrten, wobei ich aus einem Schreiben an mich zitiere. Der Wortlaut bleibt unverändert:
Das Schachspiel lernte ich im Alter von 8 oder 9 Jahren von meinen Eltern. Da in meiner Klasse im Gymnasium mehrere gute Schachspieler waren, gab es hier eine beachtliche Konkurrenz, da wir uns gegenseitig anspornten. Einer dieser Mitschüler war Peter Koch, der Vorsitzende des Schachkreises Mittelfranken-Süd. Im Jahre 1956 trat ich in den Noris-Club Nürnberg ein. Dort bin ich seitdem Mitglied. Ich spiele seit der Saison 1956/57 ständig in einer Mannschaft des Vereins, u. a. knapp zehn Jahre auch in der 1. Mannschaft. An Einzelturnieren habe ich, außer an zwei Jugendmeisterschaften in Nürnberg (1957 und 1958), außerhalb des Vereins nicht teilgenommen. Im Verein selbst wurde ich ein Mal Vereinsmeister (1977/78), zwei Mal Pokalsieger (u. a. 1980), einmal Blitzmeister und mehrfach Gewinner des sehr beliebten Sommerturniers. An ein Mannschaftsturnier erinnere ich mich besonders: Es war die mittelfränkische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 1979 in Nürnberg-Altenfurt. Ich spielte in der Mannschaft mit den Röder-Zwillingen (jetzt SV Altensittenbach) und Helmut Sellack (jetzt Hamburger SG BUE). Wir erreichten ein Ergebnis, das seitdem nicht mehr erreicht wurde. Wir gewannen das Turnier vor der favorisierten Mannschaft des SC Grundig Nürnberg mit 54:0 Punkten. Neben dem Spielen am Brett war ich auch vielfach als Funktionär beschäftigt. Von 1960 bis 1968 in verschiedenen Funktionen (Jugendleiter, Schachwart und Kassenprüfer) im Verein tätig. Im April 1968 wurde ich zum 1. Vorsitzenden des Noris-Clubs gewählt. Zum 1. Dezember 1968 wurde dann die Fusion mit dem Tarrasch-Club durchgeführt. Die Verhandlungen führten seit etwa August 1968 Hans Kral (verstorben) und Karl Bosch (jetzt VfL-Anderssen Nürnberg 1929) für den Tarrasch-Club und Manfred Koller (jetzt Blinden-SG Nürnberg) und ich für Noris. Ich wurde dann zum ersten 1. Vorsitzenden des SK Noris-Tarrasch 1873 e.V. gewählt. Im Frühjahr 1973 trat ich aus persönlichen Gründen zurück. Ein Jahr später wurde ich zum 2. Vorsitzenden gewählt. 1980 wurde ich dann wiederum 1. Vorsitzender des Vereins. Diese Position hatte ich bis 1992. Seitdem bin ich im Verein ohne Funktion. Außerhalb des Vereins war ich von 1974 bis 1993 2. Vorsitzender des Schachkreises Mittelfranken-Mitte. 1979 wurde ich zum Bundesrechtsberater des Bayerischen Schachbundes gewählt. Diese Tätigkeit beendete ich 2004 nach 25 Jahren. Ich erhielt als Dank für mein jahrelanges Ausharren auf Funktionärsposten einige Ehrungen: 1993 die Ehrenmitgliedschaft des SC Noris-Tarrasch Nürnberg, im gleichen Jahr die Goldene Ehrennadel des Schachkreises Mittelfranken-Mitte, 1997 die Goldene Ehrennadel des Bayerischen Schachbundes und 2004 dessen Ehrenmitgliedschaft. Zum Schluss noch zwei Partien, die meine Spielweise einst und jetzt demonstrieren sollen: Die neuere Partie stammt aus einem am 23.04.04 gespielten Mannschaftskampf. Ich hatte Schwarz: Heidt - Bischoff [C77] Kreisliga 1 Früher konnte ich in der Mannschaft die meisten meiner Partien gewinnen. Hier ein Beispiel von einem Wettkampf in der bayerischen Oberliga (damals die oberste Spielklasse) an Brett 5 gegen München 1945. Ich hatte Weiß. Bischoff - xxx [B21] Oberliga Bayern Udo Güldner, Pressewart Schachbezirk Mittelfranken |
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Letzte Änderung:
10-Jul-2004
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