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U12 Mannschaft eine Runde weiter
Am Samstag um 10.00h begann endlich die zweite heißersehnte Runde in der
U12 im Loni-Übler Haus mit den Gästen aus Postbauer, Bechhofen und Dinkelsbühl.
In der ersten Runde trafen unsere Jungs gleich auf den vermeintlich stärksten
Gegner Postbauer, während sich Bechhofen mit dem Außenseiter Dinkelsbühl
auseinandersetzen mußte. Bechhofen wurde auch seiner Favoritenrolle gerecht
und bezwang Dinkelsbühl klar mit 3,5-0,5. 
Daniel Gage an Brett 1 mußte sich mit Pascal Grimm messen, der hochmotiviert
in diese Partie ging, denn kürzlich bei der Bezirksmeisterschaft verlor
er gegen Daniel. Recht ungenau spielte Daniel seine Eröffnung und Pascal
bekam recht schnell einen starken Angriff. Max Zrenner spielte gegen Andreas
Riexinger, auch zwei alte Bekannte. Er spielte hervorragend und hatte
mehrere Möglichkeiten, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden. Aber
in der entscheidenden Phase überzog er die Stellung und mußte sich geschlagen
geben. An Brett 3 demontierte Andrej Fabio Dennstädt, der bereits in der
Eröffnung patzte und Material einstellte. Auch Daniel Zarafat gewann am
4.Brett klar. Bis zum Schluß wehrte sich Daniel Gage an Brett 1, aber
Pascal nutzte konsequent seinen Vorteil und der Mannschaftskampf endete
2-2. Spätestens jetzt war klar, daß es nicht leicht werden würde, weiterzukommen
und die Entscheidung, die Jugendlichen am Abend vorher nicht spielen zu
lassen, vollkommen richtig war. 
Mit dem Mittagessen klappte alles hervorragend und so konnte die zweite
Runde ein paar Minuten früher beginnen. Hier trafen jetzt Bechhofen und
Postbauer aufeinander, und unsere Jungs bekamen es mit Dinkelsbühl zu
tun. Ein Sieg war Voraussetzung für das Weiterkommen und daran gab es
nach einer halben Stunde keine Zweifel. Lediglich an Brett 1 stellte Daniel
völlig unnötig die Dame einzügig ein und verlor. Nach knapp einer Stunde
stand 3-1 für unsere Mannschaft. Im anderen Wettkampf konnte Postbauer
mit 2-1 in Führung gehen, aber die Partie an Brett 1 zwischen Daniel Rösch
und Pascal Grimm war spannend und hart umkämpft. Daniel versuchte alles,
zu gewinnen, und hatte durchaus die
Möglichkeit dazu, verlor dann aber doch auf Zeit, nachdem er mit einem
Materialnachteil einen Gewinnversuch unternehmen mußte, da Pascal ebenfalls
nur noch eine knappe Minute auf der Uhr hatte und natürlich auf Remis
spielte. Nach diesem 3-1 war klar, daß Dinkelsbühl bereits ausgeschieden
war, und daß Bechhofen gegen uns gewinnen mußte, um weiterzukommen. Vor
dem Kampf wurden die vier gewarnt, daß Bechhofen alles riskieren würde,
und man sich erst zurücklehnen kann, falls wir 2-0 führen sollten, aber
die Botschaft erreichte offensichtlich nicht jeden.
Der Mannschaftskampf begann verheißungsvoll. Daniel Gage entwickelte
sich diesmal gut, und erreichte ein gutes Mittelspiel gegen Daniel Rösch
an Brett 1. Max Zrenner an Brett 2 gewann schnell eine Figur und stellte
sie noch schneller wieder ein und geriet in eine katastrophale Stellung,
weil er, statt nach dem Figurengewinn konzentriert weiterzuspielen, viel
zu schnell zog und gerade einmal eine Viertelstunde verbraucht hatte.
Noch schlimmer kam es an Brett 3. Auch hier spielte Andrej seinen Gegner
schwindelig und hatte noch nicht einmal eine Viertelstunde verbraucht
und dem Gegner die Dame gemopst. Wie am 2.Brett verlor Andrej jetzt die
Orientierung und anstatt ruhig weiterzuspielen, verspielte er im Eiltempo
seinen klaren Materialvorteil. Immerhin erreichte er ein noch gewonnenes
Endspiel, schließlich und endlich hätte er sogar das noch verlieren können,
aber wenigstens das blieb ihm erspart. Daniel Zarafat geriet anfangs in
eine denkbar ungünstige Stellung mit gleichfarbigen Läufern und passiven
Türmen, aber seinem Gegner gelang es nicht daraus Kapital zu schlagen.
Im Gegensatz zu Max und Andrej konzentrierte er sich und kämpfte seinen
Gegner regelrecht nieder.
Richtig dramatisch wurde es jedoch an Brett 1. Daniel Gage
mußte jetzt mindestens ein Remis gegen Daniel Rösch erreichen, und die
Partie entwickelte sich zu einem richtigen Schachkrimi. Daniel gelang
es, nach einem Patzer seines Gegners mit 20...Tg6 einen Turm gegen einen
Springer zu tauschen. Aber nach 23.g4 gelang es dem gegnerischen Springer
sich auf eine zentrale Position zu stellen und es drohte immer ein Einschlag
auf f3 oder eventuelle Springergabeln. Daniel Rösch stellte jedoch seinen
König auf f4 und wenn Daniel hatte die große Chance genutzt hätte die
g und h Linie mit h4-h5 schließen wäre der schwarze König vollkommen bewegungsunfähig
gewesen. Statt dessen griff er auf der c-Linie (35.c5) an und versuchte
seinen Turm ins Spiel zu bringen.
Nach Abtausch des Doppelbauern, c6 und dem folgenden Abtausch der Türme
wäre das Endspiel für uns verloren gewesen, aber Daniel Rösch schlug übereilt
nach den Bauern auf a3 und verspielte seinen Gewinnvorteil. Doch unser
Daniel geriet langsam in Zeitnot, spielte aber kontrolliert und als sein
Gegner 42... Ke3? zog, konterte er wunderschön mit Txh4 und das Endspiel
mit der Dame wäre natürlich gewonnen gewesen, aber klug wickelte er in
das erforderliche Remis ab zum 2-2 und stellte sich damit ganz in den
Dienst der Mannschaft. Eine wirklich klasse Partie von ihm, wie auch von
seinem Gegner, der wirklich alles für seine Mannschaft versuchte und letztendlich
muß man ehrlich zugeben, daß unsere Buben am Samstag mit zwei blauen
Augen davongekommen sind und ein Kompliment an die ganze Mannschaft
aus Bechhofen, die genauso den Einzug in die nächste Runde verdient hätten.
Das Resümee dieses Tages ist, daß wir zwar eine gute Mannschaft haben,
die durchaus das Finale erreichen könnte, aber an Brett 2 und 3 muß noch
hart gearbeitet werden, um Bruder Leichtfuß zu bekämpfen.
Die beiden Daniels hingegen spielen konzentriert und mannschaftsdienlich
und sind sprichwörtlich bis in die Haarspitzen motiviert.
Ein Kompliment an Daniel Zarafat der mit 100% aus drei Partien in unserer
Mannschaft das beste Tagesergebnis erreichte. Andrej Sabnew mit 2,5/3
steht ihm in nichts nach, nur der Patzer in der letzten Runde war schade
und daß wir deshalb lange Zeit zittern mußten.
Die wichtigste Konsequenz aber ist, daß jeder einzelne in der Mannschaft
dazu beigetragen hat, den Sprung in die nächste Runde zu schaffen. Und
mit Kareth-Lappersdorf, Postbauer-Heng und Neumarkt wird es 30.April diesmal
richtig schwer, denn Kareth-Lappersdorf ist ganz sicher einer der großen
Favoriten in unserer Gruppe. An Brett 1 spielt übrigens der bayrische
U12 Meister Julian März, aber auch der Rest der Mannschaft ist mit Sicherheit
sehr stark. Also am 30.April ganz fest die Daumen drücken, wenn es in
Neumarkt um den Einzug in das Halbfinale geht.
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