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Deutsche Vereinsmeisterschaft
2005
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Unsere U12 auf der Deutschen
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letzter Tag
Vor der letzten Runde heute gegen Sc Reti Heusweiler war klar, dass uns
ein Sieg auf den 10. oder 11.Platz hochschießen könnte. Unter
diesen Vorzeichen begann der Mannschaftskampf recht verheißungsvoll.
"Solo" spielte einen Drachen mit Schwarz, spielte die Eröffnung
recht schwach, lockte aber dann seinen Gegner in eine unabwendbare Mattfalle
und wir gingen 1-0 in Führung. Daniel, der sich gestern Abend noch
fleißig vorbereitete hatte, spielte wie immer in diesem Turnier,
gewohnt zuverlässig und recht bald hieß es dann 2-0. Max verlor
einen Bauern und stand wirklich schlecht. Aber mit seinem Kampfgeist gelangte
er in ein ausgeglichenes Turmendspiel, verlor dann aber die Nerven und
die Partie.
Andrej
stand lange Zeit hervorragend, ließ sich dann aber in eine Mattfalle
drängen. Anstatt die Damen abzutauschen, versuchte er sich in einem
Angriff und verlor dabei eine Figur. Schade, Schade.
Trotzdem haben unsere Jungs einiges gezeigt. Ein 8. oder 9.Platz war
hier möglich, aber diesmal hatten wir einfach nicht das notwendige
Glück, obwohl alle immer vorbildlich kämpften. Deshalb mussten
wir am Schluß doch noch mit dem 16.Platz zufrieden sein.
Ein ganz besonderes Lob muß man Daniel Gage zollen. Mit 4/7 an
Brett 1 hat er hier ein großartiges Turnier gespielt. Aber nicht
nur das, sein Verhalten war ganz einfach vorbildlich. Ruhig und diszipliniert,
war er hier ein echtes Vorbild für seine Mannschaftskameraden.
Für uns alle war es ein tolles Erlebnis. Wir hatten viel Spaß,
nur ein bisschen Glück hat uns gefehlt.
Bedanken möchten wir uns bei allen, die uns unterstützt haben,
ganz besonders bei denen die diese Fahrt mit Spenden unterstützt
haben. Viele Vereinsmitglieder, der Kreis Mitte, die Eltern der Jugendlichen
und auch GM Michael Bezold trugen hier viel dazu bei. Auch jenen, die
sich in der Vergangenheit mit den Jugendlichen beschäftigt haben,
wie zum Beispiel Matthias Sommer, der den einen oder anderen Nachmittag
für Trainingsstunden opferte. Bei Daniel Gage war deutlich zu sehen,
dass die Trainingsstunden mit Michael Prusikin Früchte getragen haben.
3. Tag
Nach diesem Sieg gestern Nachmittag war die Stimmung natürlich
recht gut, aber man merkte ihnen doch an, dass (Solomon korrigiert mich
gerne) die Jungen in der vergangenen Nacht recht unruhig geschlafen hatten
und demzufolge recht müde aus der "Wäsche" schauten.
Nach dem Abendessen gingen alle außer Solomon in das gegenüberliegende
Hallenbad. Doch die Öffnungszeiten machten ihnen einen Strich durch
die Rechnung. Stattdessen bereitete Carlos sie etwas auf den morgigen
Wettkampf vor. Diesmal folgten alle unserem Ratschlag, früh ins Bett
zu gehen, und während in anderen Zimmern um 22.30h noch gelärmt
wurde, schliefen sie bereits.
Und sie schliefen lange und gut. Das sie diesmal schon am Morgen richtig
gut drauf waren, konnte man sofort bei unserem Spaziergang vor dem Frühstück
feststellen. Nachdem es in der Nacht geschneit hatte, war natürlich
eine Schneeballschlacht angesagt und keiner gab so ein gutes Ziel ab,
wie ich.
Der Auftakt zur nächsten Runde begann verheißungsvoll. Alle
vier Daniel, Max, Andrej und Solomon bewältigten die Eröffnung
hervorragend. Dann kam der erste Schlag, Solomon konnte mit einer tollen
Partie den ersten Punkt einfahren, da hatte Andrej schon wieder eine Figur
weniger. Daniel hatte eine vielversprechende Stellung und Max baute seine
Stellung gar zu einer Gewinnstellung aus. Aber er marschierte zu langsam
mit dem König vor und Zug um Zug rutschte er in ein Remis. Daniel
hingegen patzte und nach einigen Schächern mit der Dame stand er
auf Verlust. Sein Gegner hingegen überzog die Stellung und tauschte
die Schwerfiguren ab. Mit zwei Bauern weniger und einen Springer gegen
Läufer ging es dann ins Endspiel. Er spielte richtig gut und hatte
genau den richtigen Plan, stellte jedoch ein einziges Mal den Springer
auf ein falsches Feld und von da an, man muß es leider zugeben,
spielte sein Gegner genau richtig und wieder war der Wettkampf verloren,
aber diesmal wenigstens nur knapp.
In der Rangliste rutschten wir auf Platz 16 ab, aber unser nächster
Gegner hieß SK Gräfelfing, der amtierende bayerische Meister
und hier war noch eine Rechnung vom Finale im Sommer offen. Diesmal einigten
wir uns, dass Andrej aussetzen sollte. Solomon rutschte auf Brett 3 und
Philipp spielte auf 4. Es begann dann auch richtig gut. Philipp spielte
sein geliebtes Königsgambit, aber sein Gegner nahm es nicht an. Trotzdem
gelang es ihm eine Figur gegen zwei Bauern zu gewinnen, seine Königsstellung
war aber leider auch geöffnet und damit kam er überhaupt nicht
zurecht. Solomon stellte seine Läufer schon auf zentrale Felder und
hatte eine recht gute Stellung. Unsere ersten zwei Bretter spielten richtig
gut. Max spielte seine Partie ausgezeichnet. Offene Turmlinie, Läufer
gut postiert auf der halboffenen Linie, geschützt vor einer Turmattacke.
Dem Gegner blieb nichts anderes übrig, als abzutauschen, nur um
das Endspiel zu verlieren. Ach ja, kleine Notiz am Rande. Man sollte nie
ein Schachbrett unter Andrej's Bett stellen, denn die Wahrscheinlichkeit,
dass Andrej beim Verlassen des Bettes auf das Schachbrett tritt, beträgt
100 Prozent.
Aber zurück zum Wettkampf:
Nachdem die gegnerische Mannschaft jetzt mit 2-1 führte, leider haben
Solomon und Philipp verloren, lag es an Daniel zu gewinnen. Und es ist
auf ihn Verlass, er machte kurzen Prozess und glich aus. Sofort danach
marschierten alle außer "Solo" (noch leicht angeschlagen)
und mir zum zweitenmal ins Schwimmbad. Unterdessen erhielt Solomon eine
Unterweisung in Monopoly Strategie, die da hieß: Wenn keine Häuser
mehr vorhanden sind, und nicht genug Geld für ein Hotel da ist, kann
man leider nicht bauen.
Unser Gegner für morgen heißt SC Reti-Hausweiler, eine lösbare
Aufgabe. Den letzten Mannschaftskampf wollen wir unbedingt noch gewinnen.
2. Tag
Die Stimmung nach dem furios gewonnenen Wettkampf war natürlich
den ganzen Abend richtig gut. Nach dem Abendessen gegen 19.00h fand ein
Blitzturnier mit dreiminütiger Bedenkzeit für die Jugendlichen
statt. Alle fünf ließen es sich nicht nehmen, daran teilzunehmen
und nach insgesamt 9 Runden hatte Max immerhin 5 Punkte geholt. Auf dem
Zimmer fand vor dem Zubettgehen die Mannschaftsbesprechung statt. Das
Los hatte uns am nächsten Morgen den SV Hohenlimburg beschert, eine
Mannschaft mit einem äußerst starken 1.Brett. Vorbildlich verhielt
sich Carlos, der sich schon gegen kurz nach 21.00h in seine Koje warf.
Mit der Ermahnung möglichst bald zu schlafen wurde um 22.00h das
Licht gelöscht.
Trotz dreier Kontrollen dauerte es bis 22.45h bis endlich alle schliefen.
Am nächsten Morgen weckte mich der Wecker von Max (er schlief in
einem anderen Zimmer) um 6.30h. Natürlich stand ich sofort auf und
ging in ihr Zimmer, aber aus einem völlig anderen Grund. Max feiert
heute seinen 12.Geburtstag und beladen mit einem Monopolyspiel wollte
ich ihm zum Geburtstag gratulieren, er schlief aber schon wieder.
Endlich waren jedoch alle wach und diesmal forderte ich morgens alle auf,
vor der Runde einen kleinen Spaziergang zu unternehmen. Noch recht müde
und nicht besonders glücklich darüber machten wir uns auf den
Weg in die eisige Kälte (Solomon meint im Moment dazu, dass ihm beinahe
die Ohren angefroren wären).
Nach dem Frühstück traten dann Daniel, Max, Andrej und Solomon
zu ihrem nächsten Wettkampf an. Daniel hielt sich recht gut gegen
einen Gegner mit fast 1800 DWZ, während Max recht schnell eine schlechte
Stellung hatte. Solomon und Andrej standen ihm leider in nichts nach.
Nachdem Max Matt gesetzt wurde, standen die beiden letzten Bretter auch
fürchterlich schlecht. Einzig Daniel lieferte wieder eine Superpartie
und stand auf Gewinn, als er dann doch noch eine Figur einstellte. Andrej
konnte dann nach einiger Zeit das Ruder herumreißen und seine Stellung
verbessern. Zusammen mit Daniel's und Solomon's Verlust und Andrej's Remis
ergaben dann den Endstand von 0,5-3,5.
Vor dem Mittagessen einigten wir uns darauf, dass Max in der nächsten
Runde aussetzt, denn in der letzten Nacht hatte er ziemlich schlecht geschlafen.
Nach dem Essen trafen wir dann auf die Gastgeber Wilhelmshaven. Auch hier
bot sich wieder ein haariger Mannschaftskampf. An Brett 1 bot Daniel,
der wirklich ein Riesenturnier spielt, wieder mal eine tolle Leistung.
Sein Gegner hatte eigentlich in der ganzen Partie keine Chance. Solomon
stellte bereits in der Eröffnungsphase einen Bauer und eine Figur
ein, während Philipp am vierten Brett nach einer fürchterlichen
Eröffnung von einer Gabel in die andere lief und verlor recht schnell.
Andrej ließ sich nicht anstecken und spielte ruhig und gelassen,
um dann endlich nach einer Spielzeit von fast zwei Stunden einen spielentscheidenden
Vorteil zu erzwingen.
Praktisch gleichzeitig holten sich Daniel und Andrej ihren Punkt und brachten
uns in Führung. Noch immer mit einer Minusfigur und in der Zwischenzeit
gar mit zwei Bauern weniger kämpfte unser "Sargnagel" Solomon
( Zitat Carlos) mit dem Gedanken, dass zumindest das Unentschieden gesichert
ist. Solomons Gegner geriet am Schluss (von Solomon wurde das scharfe
"ß" korrigiert) in Zeitnot und verlor wieder die Figur,
aber ihm reichte das nicht. Nach der Zeitkontrolle holte er sich dann
den ganzen Punkt und der zweite Mannschaftssieg war unter "Dach und
Fach".
In der Rangliste im Moment auf Platz 12 und mit der Aussicht am nächsten
Morgen gegen TuS Coswig 1920 vielleicht noch weiter vorrutschen zu können.
1. Tag
Am 2.Weihnachtsfeiertag war es für unsere U12 Mannschaft soweit.
Pünktlich um 11.15h trafen wir uns auf dem Bahnhof, bereit zur Abfahrt
nach Verden/Aller. Die Zugfahrt nach Hannover verlief ruhig, das änderte
sich auf dem Bahnhof in Hannover. Da unser Zug zwischenzeitlich ein paar
Minuten Verspätung hatte, verpassten wir beim Umsteigen den Anschlusszug.
Da wir jedoch nicht die einzigen waren, wurde das nur mit ein paar zynischen
Bemerkungen kommentiert. Dafür kamen sie in den Genuss den Rest der
Strecke mit einem "Doppeldecker zu fahren". Fast ausgeruht kamen
wir am Ziel, die Jugendherberge Verden an. Ein weitverzweigter Bau, in
dem man sich schon mal verlaufen kann. Bei Beziehen der Betten stellte
sich dann heraus, dass nur Philipp sein Bett richtig beziehen konnte.
Alle anderen brauchten Hilfestellung. Das Abendessen war reichlich und
vor allem aber gut.
Danach
wurde fleißig gespielt. Unsere Jungs schnappten sich das Tischhockey.
Was denn sonst, da kann am meisten Krach machen. Carlos hingegen zauberte
am Flipper und auch dort hatte sich bald eine Zuschauertraube gebildet.
Die Mannschaftsbesprechung verlief ruhig und danach wurde die Auslosung
vorgenommen. Als positiv anzusehen, ist die Entscheidung der Turnierleitung,
die DWZ Zahlen nicht bekannt zugeben. Unsere Mannschaft wurde auf Platz
14 gesetzt und erhielt gleich in der 1.Runde mit dem SK Ricklingen einen
recht starken Gegner.
Um 10.00h herrschte Bettruhe. Natürlich war bei der ersten Kontrolle
noch keiner im Bett. Bei der Zweiten dann war immerhin das Licht aus und
es wurde nur noch geflüstert. Bei der dritten Kontrolle schliefen
dann alle, und immerhin waren sie mit die ersten, bei denen Ruhe einkehrte.
Der Morgen begann dann mit einem regelrechten Kälteschock. Der Hausmeister
hatte vergessen, die Wasseruhr zu stellen. Wenigstens waren ausnahmslos
alle davon betroffen.
Um 9.00h begannen die Wettkämpfe. Nachdem am Vorabend noch mal von
Carlos und mir etwas Regelkunde betrieben wurde, blickten wir trotz des
starken Gegners recht zuversichtlich drein. Die Jungs traten alle ausnahmslos
mit unserem "Noris-Tarrasch Kugelschreiber" an, die Carlos noch
rechtzeitig besorgen konnte. Einer Information zufolge sollte unser Gegner
mit Schwarz Französisch spielen. Das erwies sich aber als echte Ente.
Trotzdem kamen Daniel (B1), Zrenner(B2), Andrej(B3) und Solomon(B4) recht
ordentlich aus der Eröffnung und boten Paroli. Nach etwas über
1 Stunde hätte wohl Daniel wohl mal die Dame verlieren können,
sein Gegner übersah dieses.
Zu diesem Zeitpunkt sah der Mannschaftskampf richtig gut aus. Solomon
opferte den b-Bauern, bekam aber dafür die b-Linie. Max an Brett
2 konnte im Sizilianer den weißfeldrigen Läufer auf e6 nach
einem Springerangriff abtauschen. Eine recht gute Stellung mit dem Läuferpaar,
aber ihm lief langsam die Zeit davon. Andrej hielt lange dagegen, ließ
sich dann aber zu einem verlockenden Vorstoß mit der Dame am Königsflügel
verführen, bei dem schließlich die Dame verloren ging. Max
und Solomon ließen sich leider anstecken und plötzlich kippte
der Mannschaftskampf zu unseren Ungunsten. Max und Solomon verloren, Andrej
konnte jedoch die Dame zurückgewinnen, geriet in ein verlorenes Endspiel
und ausgerechnet Daniel hatte jetzt an Brett 1 eine Figur mehr. Aber retten
konnte sich Andrej nicht mehr und auch Daniel musste sich am Schluß
mit einem Remis begnügen. Unterm Strich eine äußerst unglückliche
Niederlage und mit Sicherheit zu hoch ausgefallen.
In der Nachmittagsrunde setzte dann Solomon aus und Philipp durfte zum
erstenmal antreten. Man konnte ihm richtig ansehen, wie stolz er darauf
war, hier mitspielen zu dürfen. Muldental, unser nächster Gegner,
schien durchaus eine lösbare Aufgabe für unsere Jungs. Aber
der Wettkampf begann nicht gut für unsere Mannschaft. Daniel verlor
bereits in der Eröffnung eine Figur. Es wurde viel zu schnell gespielt.
Ganz offenkundig waren sie jetzt sehr nervös. An keinem Brett hatten
wir nach knapp einer halben Stunde auch nur den Hauch eines Gegenspiels.
Der Mannschaftskampf schien aussichtslos und Philipp musste auch noch
an Brett 4 aufgeben. Max begann jetzt seine Stellung zu verbessern und
das gab Auftrieb. Andrej gewann eine Figur und Max ebenfalls und auch
der aussichtslose stehende Daniel gewann seine Figur zurück und plötzlich
stand der ganze Wettkampf unter völlig anderen Vorzeichen. Max und
Andrej kassierten dann ihre Punkte, während Daniel gemütlich
Remis anbieten konnte und die ersten beiden Punkte waren gesichert. Ganz
beeindruckend war in diesem Wettkampf, dass die Jungs sich aus einer hoffnungslosen
Lage herauswinden, genauso wie schon bei der Qualifikation.
Wollen wir hoffen, dass dieser Sieg unseren Burschen Auftrieb für
den morgigen Tag gibt.
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