Bericht
Am 15.11.09 hatten wir unseren ersten Auswärtseinsatz und spielten gegen
Nickelhütte Aue.
Dass es diesmal viel schwerer würde, als in der 1. Runde war uns allen
klar.
So traten unsere Gegner mit 2 Großmeistern und 3 Internationalen Meistern
wieder sehr stark an.
Fast 90 Wertungspunkte höher lag der Gegnerschnitt. Dies wirkte sich diesmal so aus:
Brett 1: Leonid hatte stark gekämpft und zwischenzeitlich 2 Bauern mehr, durch einen kleinen Fehler musste er dann einen Bauern wieder hergeben und konnte das Turmendspiel leider nicht mehr gewinnen.
Brett 2: Michael opferte im Mittelspiel einen Bauern und hatte dafür bequemes Spiel. Als sein Gegner die Stellung weiter öffnete, konnte Michael durch Dauerschach das Remis erzwingen.
Brett 3: Die wahrscheinlich nicht ganz korrekte Eröffnung von Florian mit 4. Ld3 beantwortete der Gegner mit 7. g5! Ab dann wurde es schwierig.
Brett 4: Nur scheinbar stellt Olaf seiner Gegnerin eine Falle mit 19. Lf6,
denn auf Txh5 würde 20.Le8 den Turm gewinnen.
Allerdings hätte Weiß dann mit 21. Dxf6! die Dame opfern können
und mit einem Turm und 2 Figuren für die Dame klaren Vorteil gehabt.
Seine Gegnerin glaubte den Bluff spielt anderweitig stark weiter und gewann
verdient die Partie.
Brett 5: Ich hatte eine ziemlich bedauerliche Eröffnung gespielt und musste
bereits im 10. Zug einen Bauern opfern, bekam dafür Entwicklungsvorsprung.
Erst nach einem 2. Bauernopfer wurde die Partie richtig interessant.
Im 29. Zug stellte ich die Qualität ein, suchte dafür meine Chancen
im Gegenspiel auf den weißen Feldern was sich glücklicherweise später
auch lohnte. Das Endspiel mit ungleichen Läufern konnte ich trotz 2 Freibauern
nicht mehr gewinnen.
Brett 6: Vitaliy opferte in der Eröffnung einen Bauern mit der Absicht ein aktives Figurenspiel zu erreichen. Das solide Bauernzentrum ermöglichte seinem Gegner jedoch seinen König aus der Gefahr zu ziehen und den ganzen Punkt einzufahren.
Brett 7: Thomas Martin spielte geschickt auf die Schwächen des Gegners und konnte schließlich durch ein sehenswertes Figurenopfer den Gegner forciert Matt setzen.
Brett 8: Reiner konnte trotz seiner ungewöhnlichen Eröffnung bald die Partie ausgleichen. Im Endspiel war dann ein bisschen Glück dabei, dass das Turmendspiel noch Remis endete.
Insgesamt gesehen war erwartungsgemäß die Mannschaft aus Nickelhütte
Aue auch verdienter Sieger und mit den 3:5 waren wir noch gut bedient.
Jetzt schauen wir wieder voraus auf den nächsten Heimwettkampf gegen Plauen,
die mit insgesamt 5 Großmeistern durchschnittlich 120 Wertungspunkte mehr
aufweisen können.
Thomas Kirchner (Mannschaftsführer NT1)
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Letzte Änderung:
22-Nov-2009
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