Nachwuchstalent Florian Walter im Porträt

Erst knappe zwei Jahre ist es her, dass Florian Walter (geb. 1993 in Erlangen) das Schachspiel erlernt hat. Klassisch vom Vater Manfred und dem größeren Bruder Manuel.

Und in dieser kurzen Zeit hat der 11-jährige Schüler aus Röthenbach an der Pegnitz schon zahlreiche Pokale bei Turnieren gesammelt:

Jugend-Kreismeister von Mittelfranken-Ost (2004, 2005), Nürnberger Stadtmeister der U12 (2005), Jugend-Bezirksmeister der U12 von Mittelfranken (2005), Rapid-Turnier Neumarkt U12 (2005), Jugend-Open Deisenhofen U12 (2005), Rapid-Turnier Postbauer-Heng U12 (2005), und dadurch Bayerischer Rapidmeister der U12 (2005).

Auch bei Erwachsenen-Turnieren schlug sich Florian Walter bislang sehr gut.
Beim BSGW-Open Erlangen 2005 gewann er den Ratingpreis für DWZ-Spieler unter 1100, und beim diesjährigen Seebach-Open wurde er bester Jugendlicher U12.

Aber auch Rückschläge sind in dieser kurzen Schachkarriere schon zu verkraften. Bei der Bayerischen U12-Einzelmeisterschaft wurde er nur 17, obwohl er sich die Qualifikation zur Deutschen als Ziel gesetzt hatte.

Begonnen hat alles mit dem Jugend-Open in Bindlach 2003. Aber erst durch den Sieg bei seinem zweiten Turnier, der U12-Kreismeisterschaft von Mittelfranken-Ost im Januar 2004 wurde der Ehrgeiz geweckt.

Seit 2003 ist Florian Walter Mitglied beim SC Röthenbach/Pegnitz, seit seinem Wechsel zum SC Noris Tarrasch Nürnberg in diesem Jahr jedoch nur noch passiv.

Zur Zeit besucht Florian Walter, nach der Grundschule in Rückersdorf, die 5. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Röthenbach.

Außer Schach beschäftigt sich Florian Walter noch mit Fußball und Lesen, auch wenn dafür, auf Grund des Schach-Trainings mit seinem Vater oder Robert Ackermann (früher SC Röthenbach/Pegnitz; heute ebenfalls SC Noris Tarrasch Nürnberg) wenig Zeit bleibt.

Einmal wöchentlich wird der Nachwuchsspieler von seinem Vereinskollegen Carlos Corral im Schach unterwiesen. Ab Mitte Juli soll Großmeister Michael Bezold, der ebenfalls zum SC Noris Tarrasch Nürnberg gewechselt ist, als Trainer fungieren. Dann könnten sich Ergebnisse wie die 100 % Punktausbeute bei der U12-Bezirksmeisterschaft 2005 durchaus wiederholen - und das trotz starker Konkurrenz.

Als Nahziel hat sich Florian Walter den Gewinn der Deutschen Jugendmeisterschaft vorgegeben, auf lange Sicht strebt er den Großmeister-Titel an. Bei mehr als einer Stunde Beschäftigung mit Schach am Tag nicht völlig unrealistisch. Was fasziniert Florian Walter am Schachspiel? Das komplexe Denken, der Spaß am Kombinieren, die schönen Pokale und die Anerkennung seiner Leistungen.

Udo Güldner, Pressewart Schachbezirk Mittelfranken

 

Hier noch Florians Lieblingspartie (mit Weiß) gegen Heinrich Reiner (zu diesem Zeitpunkt DWZ 1860) von der SG Siemens Erlangen aus dem Dezember 2004:








Walter,Florian - Reiner,Heinrich [B42]
Bayerischer Mannschaftspokal, 12.2004

1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sf6 5.Sc3 a6 6.Ld3 e6 7.0-0 Le7 8.Le3 Sc6 9.Sxc6 bxc6 10.Df3 e5 11.h3 Tb8 12.b3 Da5 13.Ld2 Le6 14.De2 Lc8 15.Sd5 Dd8 16.Sxe7 Dxe7 17.Lxa6 0-0 18.Lxc8 Tfxc8 19.Tad1 d5 20.Lg5 d4 21.f4 Da7 22.Kh2 exf4 23.Lxf4 Tb5 24.a4 Ta5 25.Dd3 c5 26.e5 Sd5 27.Ld2 Ta6 28.Tde1 Te6 29.Te2 Tce8 30.Tfe1 Dc7 31.Df3 Txe5 32.Txe5 Txe5 33.Lf4 Te3 34.Lxc7 1-0



Letzte Änderung:  16-Jul-2005
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