Nachdem am 14.Februar unsere U12 Mannschaft spielfrei in die zweite Runde einzog, mussten Sie gestern am Samstag zum erstenmal in einer Vierergruppe antreten. Mit den Vereinen SK 1911 Nürnberg-Grundig, SC Uttenreuth und SK Neumarkt bescherte uns das Los eine durchaus lösbare Aufgabe, um die nächste Runde zu erreichen.
Trotz des späten Wintereinbruchs waren alle (diesmal sind eher die Gegner gemeint) pünktlich und vor allem wohlbehalten eingetroffen und da am Abend ein paar gute Geister (Vielen Dank) alles aufgestellt haben, konnte der MM in einer ausgesprochen freundlichen Atmosphäre beginnen.
Natürlich war es ausgerechnet ich, der für das erste Chaos sorgte, indem er in der ersten Runde die eigene Mannschaft mit der falschen Farbe ans Brett setzte (warum in Gottes Namen setzen sich auch alle so, wie ich das sage), aber aufgefallen ist das natürlich erst nach dem Wettkampf.
In
der ersten Runde trennten sich Neumarkt und 1911 so schnell mit 4-0, dass wir
kaum die Köpfe drehen konnten. Ganz anders der Wettkampf von Siyu Sha,
Maximilian Zrenner (Bild rechts), Stephan Kenzel und Solomon Kulok gegen
Uttenreuth. Nachdem Siyu und Stephan mehr schlecht als recht aus den Startlöchern
kamen und schon auf Verlust standen, besannen sich plötzlich alle und spielten
hochkonzentriert. Solomon zwickte seiner Gegnerin Anne mit einer schönen
Familiengabel die Dame. Max erreichte ein aussichtsreiches Turmendspiel, dass
aber beinahe verloren ging, am Schluss jedoch doch noch mit einer großen
Portion Glück und Können von ihm gewonnen wurde. Siyu und Stephan
bogen Ihre Partie mit großem Einsatz um, und während Siyu schließlich
gewann, unterlief Stephan dann doch noch mal ein Fehler und am Ende hieß
es dann 3-1 für NT.
Jetzt trafen Neumarkt und Uttenreuth aufeinander, und nach verbissenem Kampf trennten sich sie sich beide unentschieden. Unsere Jungs setzten sich in der Zwischenzeit mit dem auf dem Papier vermeintlich leichtesten Gegner auseinander. Aber mit viel Kampfgeist, als Beispiel sei hier Solomon aufgeführt, der sich gut aufbaute, dann aber schwer patzte und völlig platt stand, zum Ende gelang es ihm eine schlaue Pattfalle zu finden, auf die sein Gegner (leider völlig unverdient) dann auch prompt hereinfiel. Nach diesem 3,5-0,5 war das Weiterkommen in die nächste Runde bereits jetzt schon gesichert.
Mit vollen Bäuchen und nach kleineren Schneeballgefechten begann schließlich die dritte und entscheidende Runde gegen Neumarkt. Ein 2-2 hätte für ersten Platz genügt. Trotzdem sollten unsere Jungs alle auf Gewinn spielen, um einen fairen und ehrlichen Wettkampf zu gewährleisten, denn bei einer Niederlage von Neumarkt hätte Uttenreuth durchaus die Chance auf Platz 2 gehabt. Und jetzt wurde tatsächlich mit äußerster Konzentration an allen Brettern gespielt.
Siyu (Bild links) der
gegen den mit Bauchschmerzen leicht angeschlagenen Kevin Beesk spielte, nahm
sich die Worte von Carlos ("Weck in dir den chinesischen Tiger") zu
Herzen.Mit einem sogenannten Start-Ziel Sieg holte Siyu hundert Prozent am ersten
Brett und lieferte eine wirklich überragende Leistung. Max verlor unglücklich
eine Figur und sein Gegner Philipp Hornauer ließ sich mit einer Mehrfigur
dann auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Recht wechselhaft verlief die
Partie von Stephan, der aber dann doch geschlagen geben musste. Solomon holte
sich am schnellsten seinen Punkt und mit 2,5/3 das zweitbeste Ergebnis in der
Mannschaft. Nach diesem Wettkampf ergab sich am Schluss die untenstehende Tabelle:
1. SC Noris-Tarrasch Nürnberg 1873 e.V. 5-1 8,5
2. SK Neumarkt 4-2 8,0
3. SC Uttenreuth 3-3 5,5
4. SK Nürnberg 1911-Grundig e.V. 0-6 2,0
Überaus positiv aufgefallen ist uns natürlich, dass unsere vier Jungs immer am längsten spielten, die meiste Zeit verbrauchten und nie aufgegeben haben, auch und besonders in verlorener Stellung. Mit dieser Motivation und Leistung dürfen Sie am 27.März gegen Großenseebach, Kronach und Großostheim durchaus darauf hoffen, eine weitere Runde zu überstehen.
Erwähnen sollte man auch abschließend, dass alle Wettkämpfe freundschaftlich und fair ausgetragen wurden. Kurz gesagt, es war ein gelungener Tag, an dem keiner wirklich verloren hat.
Dieter
Sroka - 07.03.2004
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Letzte Änderung:
15-Mär-2004
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