Am 24.02.04 fanden die Bezirksjugendeinzelmeisterschaften für Mädchen.
Die Jungs spielten eine Woche später um die begehrten Plätze für
die Bayerische Meisterschaft.
Mit Leonie Stohl bei den Mädchen, sowie Solomon Kulok (3.Platz KJEM-U10)
und Dominik Novotny(4.Platz KJEM-U10) war unser Verein diesmal gleich mit drei
Teilnehmern in dieser Altersklasse vertreten.

Neun Mädchen kämpften um den U10 Titel. Für unsere Leonie (Bild Links) begann das Turnier leider recht unglücklich. Ausgerechnet in der 1.Runde traf sie auf Hanna Marie Klek, die mit 9/9 das Turnier schließlich gewann. Leonie eroberte sich einen Bauern und hatte zwei dominierende Läufer und stellte dann aber leider einzügig einen Läufer ein, weil Sie einfach noch zu schnell zog. Aber danach wachte sie auf und auf jedes Matt folgte ein noch schöneres Matt. In einer Partie setzte Sie mit einem Bauern matt, in einer anderen stand die Dame vier Züge lang ein, um ein Läufermatt zu erzwingen. Mit 8/9 eroberte sie sich somit souverän den zweiten Platz. Tabelle
Stark besetzt hingegen war das Turnier der Jungs. 26 Teilnehmer kämpften um den Titel und das Niveau war ziemlich hoch. In der ersten Runde verlor Solomon (Bild unten links), trotz gelungener Abwehr eines Schäfermatts, wahrscheinlich, weil er noch recht nervös war und mit dem Aufschreiben noch nicht so zurecht kam. Denn beide Jungs notierten ihre Partie in den ersten 15 Minuten. Dominik (Bild unten rechts) konnte die erste Runde gewinnen, und das, obwohl ihn sein Gegner bereits im zweitem Zug mit g3 vor ein gewaltiges Eröffnungsproblem stellte, dass er aber wirklich ausgezeichnet löste, in dem er hochkonzentriert und genau überlegte. In der zweiten Runde machte er genau da weiter und schlug den Gegner von Solomon aus der ersten Runde. Solomon setzte in der zweiten Runde bereits im 13.Zug Matt und jetzt begann er so richtig aufzudrehen, mit teilweise brillanten Angriffszügen. Die drei folgenden Runden gewann er klar und deutlich. Bemerkenswert war noch die vierte Runde von Dominik, der sich mit Hanna Marie Klek einen gnadenlosen Kampf um den Sieg lieferte. Jeder nur noch mit einem Turm bewaffnet, wurde wirklich alles versucht um den Kontrahenten auszutricksen, und das mit Sicherheit mehr als 50 Züge lang. Am Schluss war es dann doch ein Remis.
Vor Beginn der letzten Runde sah es schließlich so aus, dass, wenn Solomon gewinnt, mindestens den zweiten Platz mit 5/6 belegen würde. Dominik würde bei einem Sieg den 3. oder 4.Platz mit 4,5/6 erobern. Beide spielten auch sofort nach der Eröffnung aktiv nach vorne, frei nach dem Motto "aufbauen und zuschlagen" und manövrierten sich in eine ausgezeichnete Angriffsposition. Etwas anderes können Sie offensichtlich gar nicht.
Aber das hohe Niveau der beiden, denn fast in jeder Runde saßen Sie am längsten am Brett, hatte eben doch auch Kraft gekostet. Dominik zahlte hier als erster Tribut. Er geriet unter die Räder, nachdem er einen Abzug seines Läufers von d6 auf h2 übersah, mit dem Dominik die Dame auf d5 gewinnen hätte können. Am Tag vorher hat er so was locker gesehen. Solomon aber zauberte in der letzten Partie und spielte seinen Gegner mit herrlichen Kombinationen und tollem Angriffschach richtiggehend schwindelig. Der zweite Platz war in Reichweite und dann der große Schrecken, er übersah ein einzügiges Matt und musste sich unglücklich geschlagen geben. Und so blieb für beide nur oder immerhin der siebte bzw. neunte Platz.
Schade, schade... aber was unsere drei hier ablieferten war wirklich vom feinsten, nur das berühmte i-Tüpfelchen fehlte halt diesmal noch.
Das Turnier wiederum fand in Andreas Riexinger einen verdienten Sieger, aber unsere drei "kleine" Riesen Leonie, Solomon und Dominik stehen für eine ganze Reihe von jungen nachrückenden Spielern in unserem Verein, von denen in Zukunft noch mehr als nur einiges zu hören sein wird.
Und... ach ja, wir sind auch endlich einmal mit pünktlichem Erscheinen aufgefallen.
Dieter Sroka - 01.02.2004
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Letzte Änderung:
01-Feb-2004
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