Die Stadt Velden mit den Gemeindeteilen Raitenberg, Viehhofen, Pfaffenhofen,
Münzinghof, Henneberg, Gerhelm und Immendorf zählt gegenwärtig
rund 1900 Einwohner (Ausländeranteil 4,7 Prozent). Bei einer Gemeindefläche
von 21,33 qkm beträgt die Bevölkerungsdichte etwa 90 Einwohner/qkm.
Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt in der waldreichen
Mittelgebirgslandschaft des Naturparks Fränkische Schweiz / Veldensteiner
Forst, eingebettet im romantischen oberen Pegnitztal im nördlichen Teil des
Landkreises Nürnberger Land. Die Weiterentwicklung der Gemeinde als
Fremdenverkehrszentrum wird durch Ausweisung von zukunftsorientierten
Wohnbaugebieten in naturbelassener Lage nach wie vor gefördert.
Staatsstraße 2162 Hohenstadt-Neuhaus und Kreisstraße
Velden-Pfaffenhofen" (zur Staatsstraße Höfen-Plech), 8 km zur
BAB Nürnberg-Berlin (Anschlußstelle Plech oder Hormersdorf). An der
Bahnstrecke Nürnberg-Bayreuth (Haltepunkt Velden für Nahverkehrszüge,
Station Neuhaus für Pendolino).
Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Velden (mit Gemeinden Hartenstein und
Vorra), Verkehrsamt, Postamt, Bundesbahn-Haltepunkt, Evangelisches Pfarramt.
Mittelständische Gewerbebetriebe, Handwerksbetriebe,
Dienstleistungsbetriebe, Geldinstitute. Durch Ausweisung von bereits
erschlossenen Baugebieten weitere Gewerbeansiedlung möglich und wünschenswert.
Volkshauptschule mit Turnhalle in Velden, Grundschule in Hartenstein und
Vorra, Gymnasium und Realschule in Hersbruck (20 km), Volkshochschule, Gemeindebücherei.
Zwei Allgemeinärzte, Zahnarzt, Apotheke, ASB-Rettungswache,
Diakonie-Station, DLRG-Ortsgruppe, viergruppiger Kindergarten.
Hallenschwimmbad, Wachtberg-Sportanlage mit Fußballspielfeld und
Tennisplätzen, Eisstockbahnen, 150 km markierte Wanderwege, ebene
Spazierwege und Grünanlagen mit Ruhebänken, Naturlehrpfad, Naturdenkmäler,
Möglichkeit zum Fliegenfischen in der Pegnitz, drei Kinderspielplätze.
Evang.-luth. Pfarrkirche (St. Maria), bereits 912 als Eichstätter
Eigenkirche erwähnt, einst Missionspfarrei mit Filialen in Neuhaus,
Auerbach, Königstein, Hopfenohe, Haag, Gunzendorf, Eschenfelden, Thurndorf,
Betzenstein. Ehemaliges Pflegschloß, Stadtbefestigung: Ursprünglich
Holzpalisaden, die in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts
(Hussittenkriege) entstandene Steinumwallung ist nur mehr in Teilen erkennbar,
ziemlich unversehrt an der Ostseite. Die Stadt hatte drei Tortürme, das
1871 abgebrannte Richtertor im Norden, das als Brückenkopf dienende
Wassertor im Süden und das heute noch erhaltene Mühltor im Westen.
Eine Besonderheit ist das renovierte Scheunenviertel im Norden.
Velden (Veldtuna - zu den Feldern, mitten im Waldgebiet) ist als Forsthof
inmitten großer Waldgebiete entstanden und der urkundlich am frühesten
erwähnte Ort des gesamten östlichen Nümberger Umlandes. Am 1. Mai
889 stellte Kaiser Arnulf von Kärnten zu "Velden am Pegnitzflusse"
eine Urkunde aus, wodurch er seinem Vasallen Perchtolf fünf Huben zu
Farchhausen und Gotteshausen verlieh. Die Pfarrei Velden geht auf eine
Missionskirche der Eichstätter Bischöfe zurück, 912 wird dem
Bischof Erchanbald von Eichstätt das Besitzrecht an der wohl erst kurz
vorher errichteten Kirche von König Konrad 1. bestätigt. 1009 schenkt
König Heinrich 11. den Forsthof Velden dem Bischof von Bamberg. Mit der
Zeit kam Velden in den Besitz der Bamberger Hochstiftsvögte. Die Bischöfe
von Bamberg errichteten sich in dem ihnen verbliebenen Restbesitz ein "Neues
Haus", die Burg Veldenstein. Vorübergehend zählte Velden zu den "neuböhmischen'
Besitzungen Kaiser Karls IV., der Velden als Sitz eines Amtes 1376 das
Stadtrecht verlieh. Die wirtschaftliche Eigenständigkeit der Veldener im
15. Jahrhundert begünstigte die Entwicklung eines tüchtigen Handwerks
in einer Vielfalt und Spezialisierung, wie man sie sonst nur von großen Städten
kannte. Hierbei spielte auch der schon 1358 von Kaiser Karl IV. bestätigte
Besitz des besonders ertragreichen Fischwassers der Pegnitz eine Rolle. Zu
Beginn des 16. Jahrhunderts erhielt die bis dahin pfälzische Stadt Velden
einen neuen Landesherrn, sie wurde dem Territorium der Reichsstadt Nürnberg
eingegliedert.
Stand 02/1999 - Verantwortlich für Inhalt: Bürgernetzverein Nürnberger Land