Bücherei Kersbach

Nachmittag der offen Tür am Sonntag, d. 6. November 2011, ab 14.00 Uhr, einem Herbsttag mit strahlendem Sonnenschein. Mag auch manch einer einen Spaziergang vorgezogen haben, wir bekamen trotzdem ein volles Haus. Es mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, auch wenn es durch das Kinderprogramm im Dachgeschoss Platz gab. Zwölf Personen wirkten auf verschiedenste Weise aktiv am Programm mit, nicht eingerechnet die Spenderinnen des köstlichen Gebäcks, die Damen: Barkanowitz, Bengl, Bernet M., Fischer El., Gerner-Bähr, Nake, Ohlwärter Th. und Walther A. - Allen sei herzlich gedankt. Die Einnahmen dieses Tages kommen allen Benutzern unserer Bücherei zugute. Dazu mehr am Ende dieser Bildreportage, deren Fotos wir wieder Ludwig Eble vom Bürgernetzverein Nürnberger Land verdanken.

Nach Ideen von Gabriele Nake, Marlies Steube und Heide Zschunke wurden die Tische herbstlich geschmückt und Blumenstäuße bei der „Flohmarkt-Abteilung“ im Hausgang arrangiert.


Gebriele Nake und Marlies Steube übernahmen auch das Kaffeekochen und Servieren, wo Nachschub nötig wurde. Hier gönnen sie sich eine wohlverdiente Sitzpause.

Ganz pünktlich waren diese alteingessenen Kersbacherinnen zur Stelle und konnten so wieder ihre Stammplätze einnehmen.


Auch das Mesner-Ehepaar Stammler und Frau Rimkus zogen – wie einst wir Schüler – diese letzten Plätze vor.

Die Kinder, Sarah, Jorrit und Paula gesellten sich schnell zu den Süßigkeiten.


Laura bieb noch eine Weile bei ihren Eltern, bevor sie Herrn Pfarrer Dellermann ihren Platz einräumte.

Die Kleinste durfte noch ein wenig den besten Platz auf Mamas Schoß besetzen, neben ihrem Bruder, bevor es ins Dachgeschoss ging.


An so einem Tag der offenen Tür kamen auch mal zwei Leser ins Gespräch, die noch dazu Hausnachbarn sind.

Verwandte konnten sich bei so einem Tag wieder einmal persönlich begrüßen. Hier, rechts, das Ehepaar Knoth, war aus Feucht gekommen.


Weiter gereist waren auch die Mitglieder des Bürgernetzvereins Nürnberger Land: In der Mitte Vorstandsmitglied Robert Jaksch, rechts von ihm seine Frau Monika und links Bärbel Barkanowitz aus Schwabach.

Da die CSU-Fraktion der Gemeinde Neunkirchen a.S. eine Sitzung anberaumen musste, war die SPD bei uns vertreten, mit 2. Bürgermeisterin Martina Baumann und Gemeinderat Peter Wischniowski (im Bild links und im Gespräch mit Frau Beck).


Langsam füllte sich der Saal. Die Teenager gingen mit dem Kuchen lieber ins Freie, so dass – wie vorn im Bild – Mutter Anita Walther und Vorsitzende des Pfarrgemeinderates eine Mußestunde genießen konnte.

Auch Herr Pfarrer Dellermann kam. Er wird hier im Bild vom Ehepaar Riedel aus Ottensoos eingerahmt. Frau Tanja Riedel ist in Ottensoos 2. Bürgermeisterin und vertritt die CSU. Die Gemeinde Ottensoos gehört zur Kirchengemeinde Neunkirchen.


Im Dachgeschoss hatte Heide Zschunke (auf dem Sofa sitzend) ein umfangreiches Programm mit Bastelarbeit und Bilderbuchkinos vorbereitet. Sie wurde unterstützt von Martina Bernet und Kathrin Dietrich (beide hinten rechts).

Das Programm für die Erwachsenen begann mit einem musikalischen Auftakt im Gedenken an Franz Liszt, der vor 200 Jahren geboren wurde. Ruth Diener brachte am Klavier in längerem Spiel Klänge aus seiner berühmten Ungarischen Rhapsodie Nr. 2 zu Gehör und erntete kräftigen Applaus.

Danach wurden mit dem Beamer im Lichtbild eine Reihe von Neuerscheinungen aus Religion und Belletristik gezeigt, die in unserer Bücherei nun ausgeliehen werden können. Auch Biographien bekannter Persönlichkeiten waren angeschafft worden. Sie werden oft ebenso gern gelesen wie Romane.


Die Reihe der Kurzreferate eröffnete Werner Fischer mit dem Buch von György Dalos: Gorbatschow, Mensch und Macht.

Es bringt die gewaltigen politischen Veränderungen im europäischen Osten nahe, die durch einen mutigen Menschen mit angestoßen wurden. Der Referent machte deutlich, in welchem Spannungsfeld zwischen Skepsis in der Heimat und Jubel im westlichen Ausland Gorbatschow stand.


RA Lothar Schmauss referierte über ein Buch, das auf die Erschütterungen im Nahen Osten eingeht:

Die letzte Chance – Mein Kampf für den Frieden im Nahen Osten“, geschrieben von König Abdullah II. von Jordanien.

Lothar Schmauss konnte in seinem Kurzreferat freilich nur in Umrissen die schwierige politische Konstellation der beteiligten Völker zeichnen und auf Vorgänge hinweisen, die auch für uns in naher Zukunft zunehmend bedeutsam werden können. Grund genug, um dieses Buch selbst in die Hand zu nehmen.



Das dritte Kurzreferat bot einen Einblick in die Biographie von Jan Jiracek von Arnim: „Franz Liszt, Visionär und Virtuose.“

Zur Einstimmung auf diesen großen Komponisten wurden über Internetaufzeichnung zwei weitere Hörproben seiner Musik geboten:
Aus dem Finale von „Les Préludes“ die Takte, die während des 2. Weltkrieges vor dem Wehrmachtsbericht über Rundfunk und Tonfilm zu hören waren und außerdem eine längere Probe aus seiner Orgelkomposition zu „Ave Maria“ von Arcadelt. - Da der Referent, Martin Schieber, auch aktiver Orgelspieler ist, gelang ihm eine farbige Darstellung dieses bewegten Künstlerlebens.




Um noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Hause zu kommnen, mussten sich leider einige Besucher vorzeitig verabschieden. - Doch Tanja Riedel, selbst Sozialpädagogin, wusste mit ihrem Referat die Zuhörer zu fesseln. Ging es doch um das Buch von Wolfgang Bergmann: „Lasst eure Kinder in Ruhe! Gegen den Förderwahn in der Erziehung“. Dieses Buch fordert Eltern und Erzieher zu Entscheidungen heraus, kindliche Entwicklungsphasen zu beschleunigen oder mehr ihrem natürlichen Tempo zu überlassen. Ein Buch, das nicht nur gelesen werden sollte, sondern über das man auch sprechen müßte.


Zweite Bürgermeisterin Martina Baumann (links im Bild) übergab zum Schluss der Büchereileiterin, Margarete Adamski (rechts im Bild), ein Kuvert mit 100 € von der Gemeinde Neunkirchen und außerdem noch persönlich ein Büchlein des Krimiautors Jan Beinßen mit seiner Widmung für die Bücherei Kersbach. Margarete Adamski bedankte sich im Namen der Bücherei herzlich für die Gaben und für die angenehme und förderliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neunkirchen a. S. - Gemeinsam mit Bärbel Barkanowitz zählte sie dann den Inhalt der Kasse und kam auf 252,60 € für Spenden, so dass bereits am nächsten Tag ein Gesamtbetrag von 352,60 € auf das ständig notleidende Konto der Bücherei überwiesen werden konnte.



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