Tutorenarbeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium Röthenbach

Die „Großen“ helfen den „Kleinen“: Tutorenarbeit an unserer Schule
Längst ist die Tutorenarbeit zu einer festen Einrichtung an unserem Gymnasium geworden, die das interne Schulleben bereichert. Dazu tragen in erster Linie die Tutoren selbst bei, die verantwortungsbewusst, mit viel Einsatz und guten Ideen an ihre nicht ganz einfachen Aufgaben herangehen. Die ersten Kontakte zu den ihnen anvertrauten Schützlingen bauten die Tutoren der fünften Klassen gleich zu Beginn des neuen Schuljahres auf, begleiteten die Kinder auf dem Wandertag und luden sie zu ersten gemeinsamen Unternehmungen ein. Bei den Klassenaktivitäten zeigten sich alle Tutoren, natürlich auch die der sechsten Klasse, einfallsreich und beließen es nicht nur bei dem wenig aktionsreichen Kinobesuch. Bowling, Schlittenfahren, Schlittschuhlaufen, eine Disco im Jugendzentrum der Stadt Röthenbach, Wanderungen, Backen in der Schulküche der Hauptschule an Halloween und vieles mehr gehörten zu ihrem abwechslungsreichen Freizeitprogramm.
Neben den Aktivitäten der einzelnen Klassen wurde ein gemeinsamer Spielenachmittag organisiert, der von den Unterstufenschülern gut besucht wurde. Bei herrlichem Herbstwetter und bester Laune konnte man auch im Freien spielen und dabei viel Spaß haben. Die etwas turbulente Nikolausrallye, in Zusammenarbeit mit den Tutoren der Geschwister-Scholl-Hauptschule konzipiert, trug ebenfalls zur großen Freude der Fünft- und Sechstklässler bei. Während die Antworten auf die Fragen geprüft wurden, las eine Tutorin der elften Klasse eine heitere Weihnachtsgeschichte vor. Eine Aufgabe der Rallye, bei der die Kinder auch das Schulhaus neu erkundeten, lautete: „Verfasst eine Geschichte mit den Reizwörtern ‚Herr Scharrer’, ‚Christkind’, ‚keine Geschenke’ und ‚Kap’tain Blaubär’“. Dieser Aufforderung kamen die Kinder gerne nach und hofften dabei auf das Wohlwollen des Nikolaus, denn schließlich warteten auf die Sieger kleine Preise. Der Unterstufenfasching stieß bei den Schülerinnen und Schülern leider nicht auf die erhoffte Resonanz und es bleibt zu prüfen, ob er im nächsten Schuljahr durch eine alternative Veranstaltung ersetzt werden soll. Großen Anklang fand hingegen das gemeinsam mit der SMV durchgeführte Völkerballturnier der fünften und sechsten Klassen vor den Osterferien. Der Juli-Ausflug in den Freizeitpark Geiselwind war ein besonders attraktives Angebot, für das die Tutoren sogar ihren freien Samstag opferten um den Tag zusammen mit den „Kleinen“ bei Spiel und Spaß zu verbringen.
Aber die Tutorenarbeit besteht nicht nur aus der Organisation und Durchführung vielfältiger Veranstaltungen. „Tutoren wollen Brücken bauen“ – so umschrieben es zwei engagierte Tutorinnen der elften Klasse anlässlich der Informationsveranstaltung für die zukünftigen Fünftklässler. Unsere Tutoren verstehen sich als Betreuer, Helfer und Begleiter, die den Unterstufenschülern über die ersten Startschwierigkeiten und Unsicherheiten hinweghelfen, mit Rat und Tat wie große Geschwister zur Seite stehen und wertvolle Arbeit beim Aufbau einer intakten Klassengemeinschaft leisten. Erzieherisch tätig werden sie auch bei der Einhaltung der Schulregeln oder indem sie die Unterstufenschüler zur Sauberkeit anhalten.
Die Zusammenarbeit wird im Allgemeinen von beiden Seiten als positiv und gewinnbringend erlebt. Die Mittel- und Oberstufenschüler werden gefordert und damit auch gefördert, denn bei ihrer Tätigkeit als Tutoren entwickeln sie zunehmend Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Teamgeist. Mitmachen lohnt sich deshalb auf jeden Fall und es werden sich hoffentlich auch im nächsten Schuljahr wieder interessierte Schülerinnen und Schüler der 10. und 11. Jahrgangsstufe finden, die bereit sind, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen.
Ein herzliches Dankeschön an alle Tutoren für ihr tatkräftiges Engagement sowie an den Förderverein und den Elternbeirat für die finanzielle Unterstützung, die zum Gelingen unserer Tutorenarbeit maßgeblich beiträgt.
Sigrid Söldner, Betreuerin der Tutoren