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18. Juli 2003 - Verabschiedung von Herrn Boxdorfer

 
Schulmann mit Format — Er sei gerne Schulleiter gewesen, er gehe aber auch gerne in den Ruhestand, sagte Peter Boxdorfer, und man nimmt es dem engagierten Mann mit der warmherzigen Ausstrahlung und der beachtlichen Körpergröße durchaus ab.
Der 64-jährige Leiter der Staatlichen Berufsschule in Lauf wurde gestern Vormittag im Rahmen einer Feierstunde mit einer großen Menge an Ehrengästen in den Ruhestand verabschiedet. Die Laufer Einrichtung hatte er zehn Jahre lang geleitet.

Nicht nur für sein Wirken während dieser Zeit erntete er höchstes Lob, sondern auch für seine Laufbahn zuvor. „Ein Urgestein des Schul- und Bildungswesens in Mittelfranken geht in den Ruhestand“, sagte Abteilungsdirektor Günter Scharff von der Regierung von Mittelfranken, der unmittelbare Dienstherr Boxdorfers, in seiner Verabschiedungsrede, in der er die wichtigsten Stationen im beruflichen Leben des scheidenden Schulleiters aufzählte.

Nach seiner Lehre zum Radio- und Fernsehtechniker hatte Boxdorfer das Berufspädagogische Institut in München besucht und dann nach seinem Referendariat an der Berufsschule 1 in Fürth eine 35-jährige Schuldienst-Karriere begonnen. Er war Mentor für die Uni Erlangen, Seminarlehrer sowie Praktikumslehrer für studienbegleitende Praktika. Ab 1988 arbeitete er in leitender Position bei der Schulaufsicht in Ansbach. Die Liebe zum Beruf Lehrer, so Scharff, ließ ihn dann 1993 aber der reinen Verwaltungstätigkeit den Rücken kehren und stattdessen die Leitung der Berufsschule in Lauf übernehmen.

Der Regierungsdirektor bescheinigte Boxdorfer ein herausragendes Engagement, weit über das Pflichtmaß hinaus. Er habe die Laufer Berufsschule zu einer leistungsfähigen Bildungsstätte entwickelt, die besonderes Ansehen genieße. Dabei sei er aber stets ein verständnisvoller Pädagoge geblieben.

Auch Landrat Helmut Reich hatte eine ausführliche Lobesrede vorbereitet. Boxdorfer habe es immer verstanden, das Schulschiff durch die unruhigen Wellen der Bildungspolitik hindurchzusteuern. Das sei auch in den letzten Monaten spürbar gewesen, als es darum ging, geschickt in Bezug auf die Zuordnung von Kompetenzzentren zu agieren. Als Chef des Sachaufwandsträgers Landkreis würdigte Reich Boxdorfers konsequentes Auftreten, wenn es um bauliche Verbesserungen der Schule und sachliche Ausstattungen ging. „Man konnte dabei stets darauf vertrauen, dass Sie hier das rechte Maß fanden.“
Besonders hob der Landrat, der auch Vorsitzender des Berufsschulbeirats ist, dabei die Eigenkonstruktionen „Naturkühlschrank“ und „Fränkische Räucherkammer“ hervor. Der Präsident der Handwerkskammer für Mittelfranken, Heinrich Mosler, der Berufsbildungs-Leiter bei der IHK Nürnberg, Otto Dietrich Knapp, sowie Schulamtsdirektor Horst Günter Lott dankten allesamt für die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Schüler und Auszubildenden.
Nachfolger von Peter Boxdorfer ist Gerhard Krug, der bislang stellvertretender Leiter der Staatlichen Berufsschule 2 in Bayreuth war.

   
  Foto oben: Pegnitz.Zeitung - Foto unten: W.Fischer

Text: Auszug aus der Pegnitz-Zeitung

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19.09.05