Vereinsgeschichte

Letzte Aktualisierung - 01.02.2003 19:36 Uhr

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Im Jahre 1925 gründeten 8 junge Männer und eine Frau im "Schwarzen Adler" den GTEV "Almfrieden". Durch Volkstänze, Schuhplatteln, Theaterspiele, Kirchweihbaumaufstellen sowie das Bewandern unserer schönen Heimat erfreute sich der junge Verein eines regen Zuspruchs. 1927 wurden wir in die Vereinigung l. d. Donau aufgenommen. 1931 wurden die Vereinsstatuten festgelegt. Im Jahre 1933 konnte eine Trägerstandarte geweiht werden, zu der die "Oberboarn" Nürnberg Pate standen. Die historische, bodenständige Zeidlertracht wurde 1935 eingeführt. Bereits ein Jahr danach wurde der Vereinsname GTEV "Almfrieden" in "Zeidler- und Volkstrachtenverein e. V." umbenannt.

Festzug des Gebirgstrachtenvereins "GTEV Almfrieden"
Ein historisches Bild vor der Umbenennung 1935

Ein Auf und Ab zeichnete die folgenden Jahre bis zum Zweiten Weltkrieg, von dem 4 Kameraden nicht mehr heimkamen. Doch Ehrgeiz und Idealismus gaben neue Kraft und so konnte 1950 das 25jährige Gründungsfest, verbunden mit der 600-Jahr-Feier des Marktes Feucht, gefeiert werden. Auf das große Vereinsbild, das 1953 enthüllt wurde, sind wir sehr stolz. Unsere erste Patenschaft übernahmen wir 1953 bei der Fahnenweihe des Trachtenvereins "Almrausch" in Neumarkt.

Gruppenbild im Vereinsheim aus den Jahren vor 1935

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte ist das 1954 erworbene Grundstück an der Brückkanalstraße. 1956 wurde die Zeidlerschützenabteilung gegründet.

Bereits 1957 konnte mit dem Bau des eigenen Vereinsheimes "Zeidlerhof" begonnen werden. Die Krönung einer 33jährigen kameradschaftlichen Zusammenarbeit war der Bezug des Vereinsheimes mit Schießstand. Beim 40jährigen Gründungsfest 1965 wurde unsere Fahne geweiht und der GTV Pöttmes übernahm das Patenamt.

Im Jahre 1969 übernahmen wir die Patenstelle bei der Fahnenweihe des GTV "D´Miesbacher" in Schwabach, der heute den Namen "Heimat- und Trachtenverein" trägt. Bei vielen eigenen und auswärtigen Veranstaltungen hat sich unser Verein bewährt. Trotz mancher Schwierigkeiten waren und sind die Mitglieder zur Stelle, die alles überwinden helfen. 1970 entwickelte sich aus der bestehenden Schützenabteilung eine eigene neue Abteilung, die Bogenschützen. Diese Gruppe schied allerdings alsbald aus dem Verein in gegenseitigem Einvernehmen aus und existiert heute noch als Verein "Bogenschützen Feucht".

1974 musste aufgrund einer amtlichen Auflage unser Vereinsheim modernisiert werden. Aus der Modernisierung wurde der Neubau eines Schießstandes mit darüber liegendem Saal. Um den technischen Anforderungen zu genügen, wurden die Gasträume, Küche und WC bedeutend vergrößert. Schützen und Trachtler haben in uneigennützigem kostenlosem Einsatz die neuen Räumlichkeiten aufgebaut, dafür sei ihnen herzlich gedankt. An dieser Stelle möchten wir die Leistungen von Hans Haas sen. für den ersten Bauabschnitt sowie Ludwig Wolfsteiner und Leonhard Haas für den zweiten Bauabschnitt besonders anerkennen.

Nicht zu vergessen ist die finanzielle und materielle Unterstützung der Marktgemeinde Feucht und der Herren Graf Roland von Faber - Castell, E. Otto Schmidt und Georg Buckley sowie allen Gönnern und Freunden des Vereins.

1973 bis 1975 wurde nochmals besonderes Augenmerk auf die Anschaffung neuer Zeidlertrachten mit Armbrüsten gelegt. 1976 wurden die Vereinsstatuten überarbeitet und festgelegt.

Die Zeidlertracht

Ab 1976 wuchs innerhalb des Vereins eine Volksmusikgruppe, "Die Zeidlermusikanten", heran, die bis 1988 in ganz Franken zu Tanzfesten und Sänger- und Musikantentreffen fränkische Volksmusik aufspielte.

1981 feierte unsere Schützenabteilung unter der Schirmherrschaft des Herrn Graf Anton W. von Faber - Castell ihr 25jähriges Jubiläum. In all den Jahren haben sich die Zeidlerschützen viele Gau- und Meistertitel sichern können. Die erfolgreichen Jungschützen konnten in der Juniorenklasse bis zur bayerischen und deutschen Meisterschaft vordringen und beste Plätze belegen.

1982 brach wegen Kurzschluss im Gastzimmer des "Zeidlerhofes" ein Brand aus. Nur dem schnellen Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehr Feucht ist es zu verdanken, dass nicht das ganze Anwesen ein Raub der Flammen wurde. Die Räumlichkeiten waren stark beschädigt, aber innerhalb von drei Wochen hatten die Mitglieder und Handwerker alle Schäden beseitigt.

Ab 1983 wurde an der Umstellung von der historischen Zeidlertracht auf die fränkische Volkstracht gearbeitet, welche am 60jährigen Gründungsfest in der Reichswaldhalle Feucht erstmals getragen wurde. 1990 bis 1994 wurde mit tatkräftiger Unterstützung der aktiven Mitglieder die Küche technisch den heutigen Anforderungen angepasst und der Saal des Vereinsheimes modernisiert.

Die fränkische Volkstracht

Seit 1991 wagt sich der Verein wieder an die Tradition des Theaterspielens heran, was sich in der Bevölkerung großen Zuspruchs erfreut. Die Tanzgruppe des Vereins widmet sich weiter der Pflege der fränkischen Volkstänze und alljährlich nimmt der Verein die Aufgaben der örtlichen Heimatpflege wahr durch Teilnahme am Bürgerfest, Mitgestaltung der Kirchweih, wie auch Teilnahme an allen Veranstaltungen des Gauverbandes Mittelfranken.

Die Theatergruppe in Aktion

1990 verstarb mit unserem Ehrenvorsitzenden Otto Stein unser letztes Gründungsmitglied, was für den Verein einen endgültigen Generationswechsel bedeutete.

Höhepunkt des Vereinsjahres 1995 war dann das 70-jährige Vereinsjubiläum in der Reichswaldhalle Feucht. Nach der traditionellen Totenehrung am Kriegerdenkmal mit über 30 Fahnenabordnungen und einem Festgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche mit den Pegnitztaler Sängern und Musikanten fand ein großer Heimatabend unter Beteiligung zahlreicher Paten- und Brudervereine statt.

Festzug 1995

Totenehrung 1995

Im Jahre 1996 konnte unsere Zeidlerschützenabteilung ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum im Rahmen des alljährlichen Königsballes im Zeidlerhof Feucht begehen. Besonders hervorgehoben seien an dieser Stelle die seit einigen Jahren von unserem Freund und Gönner Dirk Hoerr, Geschäftsführer der Fa. Autoservice-Kaiser GmbH in Nürnberg-Fischbach, dem Verein erbrachten finanziellen Leistungen, die unsere Vereinsarbeit sehr unterstützen und erleichtern.

In den Jahren 1995, 1997 und 1999 wurde die neubelebte Tradition des Theaterspielens im Verein mit jeweils zwei Aufführungen in der Reichswaldhalle Feucht mit jeweils etwa 800 Zuschauern gepflegt. Die Theateraufführungen sind zwischenzeitlich ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Kulturlebens in Feucht geworden.

Höhepunkt des Jahres 1999 war der Auftrag des Gauverbandes Mittelfranken der Heimat- und Volkstrachtenvereine e.V. Sitz Nürnberg, in unserer Marktgemeinde Feucht die alljährlich stattfindende Landesversammlung des Bayer. Trachtenverbandes e.V. Sitz Traunstein mit über 300 Delegierten und Gästen aus allen 17 Gauverbänden Bayerns abzuhalten und durchzuführen.

 

Jahrestagung Bayer. Trachtenverband e.V. - 1999 - Feucht

 

Wir sind sicher, diese Veranstaltung im Sinne des Trachtenverbandes durchgeführt zu haben und bedanken uns an dieser Stelle für das große, in unseren Verein gesetzte Vertrauen.

Im Januar 1998 konnte der Verein mit seiner Fahnenmutter Elise Stein deren 100. Geburtstag feiern. Über 30 Jahre war sie der Vereinsfahne treu. Im Herbst 1999 verstarb sie mit fast 102 Jahren und wurde unter großer Anteilnahme der Mitglieder und der Patenvereine zur letzten Ruhe begleitet.

Auch in den vergangenen Jahren wurden unter großem Einsatz der Mitglieder weitere Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten sowie Ausbaumaßnahmen am Vereinsheim durchgeführt.

Pfingstausflug Norden/Ostfriesland
bei der befreundeten Gruppe Nörder Danzkoppel

Die Stubenmusik und die Volksmusikgruppe sind wieder nach kurzer Unterbrechung fester Bestandteil des Vereinslebens.

Erfreulich ist, dass sich trotz unserer modernen Zeit immer wieder auch junge Menschen finden, die den Verein im Sinne der Gründungsmitglieder unterstützen, fördern und weiterführen.

Vorstand, Verwaltung und alle Schützen und Trachtler werden weiterhin bemüht sein, die ihnen gestellten Aufgaben und Satzungsziele zu erfüllen, entsprechend unserem Wahlspruch:

"Treu dem guten alten Brauch".

(Hermann Suchanka)

 

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