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Volkstracht - Zeidlertracht
Im Zeidler- und Volkstrachtenverein wird zwischenzeitlich eine erneuerte
fränkische Volkstracht getragen. Bis 1985 trug der Verein die historische Zeidlertracht,
eine Arbeitstracht der Imker.
Frauentracht (Zeidler):
Schuhe:
flache, schwarze Lederhalbschuhe mit kleiner Schnalle
Strümpfe:
aus weißer Wolle, handgestrickt ohne Muster
Kleid:
Knöchellang aus weinrotem Wollstoff, mit langen, gesmokten
und mit Samtbändern verzierten Ärmeln, welche am Handgelenk von weißen Spitzen
abgeschlossen werden. Das Oberteil wird durch einen weißen, spitz zulaufenden
Einsatz aus Baumwolle unterbrochen. Am Halsausschnitt befindet sich eine gezogene
weiße Spitze. Der Rockteil ist in Falten gelegt und im unteren Drittel mit drei
schwarzen Samtbändern verziert. Das Oberteil wird vorne geknöpft. Am Gürtel aus
schwarzem Leder, Samt oder Seide ist ein runder, geraffter Beutel befestigt.
Kopfbedeckung:
kapuzenartige Mütze in weinroter Farbe.
Besonderheiten:
Die Zeidlertracht ist eine Arbeits- bzw. Zunfttracht. Die
Zeidler (Imker) betrieben Waldbienenhaltung und hatten besondere Rechte und
Pflichten sowie ihre eigene Gerichtsbarkeit.
Herkunft der Tracht:
Getragen etwa ab dem 12. Jahrhundert süd-östlich von
Nürnberg in der Gegend um Feucht |

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Männertracht (Zeidler):
Schuhe:
schwarze halbhohe Lederstiefel mit rotem Lederabschlussband
Hose:
orange-farbene lange Stoffhose, welche in die halbhohen
Stiefel eingesteckt wird.
Hemd:
Aus weißem Leinen oder Baumwolle mit langen Ärmeln.
Oberteil:
grünes Oberteil aus aus Tuch, welches an den Ärmeln in Höhe
des Ellbogens halbseitig gekürzt ist. Das Oberteil wird durch einen braunen
Ledergürtel an der Taille gehalten. Ein kreisrunder, aus weißer Baumwolle
gearbeiteter Kragen ziert das Oberteil, das durch eine weiße gezogene Spitze
abgeschlossen wird.
Kopfbedeckung:
kaputzenartige, grüne, spitz zulaufende Mütze mit rotem
Besatz.
Besonderheiten:
Die Zeidlertracht ist eine Arbeits- bzw. Zunfttracht. Der
Zeidler (Imker) trug entweder eine Armbrust oder eine andere mittelalterliche Waffe.
Herkunft der Tracht:
Getragen etwa ab dem 12. Jahrhundert süd-östlich von
Nürnberg in der Gegend um Feucht |
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Frauentracht (Volkstracht):
Schuhe:
schwarze Lederhalbschuhe mit 5 cm hohem Absatz und einer kleinen
Metallzierschnalle
Strümpfe:
aus weißer Wolle oder Baumwolle, handgestrickt mit Muster
Bluse:
aus weißer Baumwolle mit langen Bündchen-Ärmeln und
Stehkragen
Kleid:
Miederrock mit schwarzem Oberteil, der Rock hat eine dunkle
Grundfarbe und eingewebte Blumenmuster. Der Miederrock ist in der Taille gezogen, im
unteren Drittel mit zwei Samtbändern und am Rocksaum mit einer Besenborte versehen.
Schürze:
Aus dunkelgrundiger, geblümter Seide, am Bund in kleine
Fältchen gelegt und oberhalb des Saums mit aufgenähter Spitze verziert.
Schultertuch:
großes Wolltuch, schwarzgrundig mit großen Blumen bedruckt.
An allen Seiten mit Wollfranzen versehen, Wolltuch wird im Sommer getragen!
Mutzen:
aus schwarzem Wollstoff, tailliert, mit breitem reich
verziertem Umlegekragen. Mutzen wird im Winter getragen!
Kopfbedeckung:
schwarze Bänderhaube mit ca. 20 cm Höhe. Die Haube ist mit
Borten und Perlen, am hinteren Abschluss mit stehender Spitze verziert. Der tiefer
sitzende Boden ist verziert. An der Rückseite hängen zwei Moireebänder, 9 cm
breit, 70 cm lang sowie zwei Schleifen, 7 cm breit und 4 cm lang herab.
Schmuck:
Große Brosche, als Befestigung des Schultertuches.
Besonderheiten:
Geschlossener Weidenkorb als Tasche, mit Namensschild.
Herkunft der Tracht:
Getragen im 19. Jahrhundert im Raum Nürnberger Land, erneuert
1985
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Männertracht (Volkstracht):
Schuhe:
schwarze Lederhalbschuhe mit 5 cm hohem Absatz und einer großen
Metallzierschnalle
Strümpfe:
aus weißer Wolle oder Baumwolle, handgestrickt mit Muster,
knielang
Hose:
Kniebundhose aus schwarzem Leder, bestickt, unterm Knie
gebunden mit Hosenlatz
Hosenträger:
Lederhosenträger oder handgestickte Hosenträger. Die
gestickten Hosenträger sind mit verschiedensten Blumenmustern reich verziert.
Hemd:
Aus weißem Leinen oder Baumwolle mit langen Ärmeln.
Binder:
8 cm breites, 1,40 m langes Seidenband mit 8 cm langen
Fransen, welches zu einer großen Schleife gebunden wird.
Weste:
aus rotem Tuch, mit kleinem spitzen Ausschnitt und vielen
Silberknöpfen. Zwei Seitentaschen ebenfalls mit je einem Silberknopf.
Jacke:
Jacke aus grünem Tuch mit kleinem, spitzen Umschlag,
Stehkragen und vielen Silberknöpfen verziert. Zwei kleine Seitentaschen ebenfalls
mit je einem Silberknopf.
Kopfbedeckung:
fränkisches Rundhut aus Samt, schwarz, mit schwarzem Band.
Schmuck:
Uhrenkette mit silbernen Gliedern, soweit vorhanden.
Herkunft der Tracht:
Getragen im 19. Jahrhundert im Raum Nürnberger Land, erneuert
1985 |
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