Zwei äußerst amüsante Abende in der Feuchter Reichswaldhalle
Mirzl und der Künstler
Zeidler- und Volkstrachtenverein Feucht inszenierte "Zwoa harte
Nüss"
Auf dem Lechnerhof ist der Kindersegen ausgeblieben. Die naive und schlampige, aber
äußerst liebenswerte Magd Mirzl (Tina Ferber) und der Knecht Loisl, ein etwas derber,
aber ebenfalls gutmütiger Bauernbursche (Winfried Ferber), greifen dem Bauern Serverin
(Ludwig Wolfsteiner) und seiner Frau Walburga (Petra Riedel) auf dem Hof tatkräftig unter
die Arme.
Bauer Lechner und seine Frau würden die beiden gerne vereint und als Erben ihres Hofes
sehen, aber Magd und Knecht scheinen sich spitz wie Hund und Katz und lassen sich nicht so
einfach verkuppeln. Plötzlich taucht völlig unerwartet der junge, verkannte Poet
Siegfried Schreiberling (Werner Schrott) auf, der die Einsamkeit und die ruhige Natur zum
Schreiben seiner schönen Verse nutzen will und einige Tage auf dem Hof verbleibt. In
einem künstlerischen Höhenflug glaubt er, die schmutzige Mirzl zu einer feinen Dame
machen zu können. Das aber passt dem pfiffigen Bauernburschen Loisl nun doch nicht so
ganz in den Kram und er lässt nichts unversucht, Mirzl und den "Künstler"
auseinander zu bringen.
Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als zu allem Überfluß noch die Eltern des Dichters
(Johann Krautner und Sylvia Lamatsch) am Hof auftauchen und ihren Sohn heim in die Stadt
holen wollen. Während Loisl den Vater des Poeten, einen von seiner Frau völlig
eingeschüchterten Waschlappen, zu einem richtigen Mannsbild machen will, taucht am Hof ab
und zu Wachtmeister Kraxlhuber (Gerhard Riedel) auf. Der hat eigentlich gar nichts zu
sagen und wohl in seinem Leben noch keinen Fall aufgedeckt, ist aber trotzdem ein kleiner
Wichtigtuer und über jeden Vorfall im Dorf dankbar. Schließlich stellt sich heraus, dass
die Mirzl eigentlich das uneheliche Kind von Bauer Lechner und einer seiner Jugendlieben,
der armseligen Junggesellin Kräuter - Zenz (Ursula Krautner) ist. Jetzt sieht die
Sachlage für den Loisl natürlich anders aus: Wer hat schon was dagegen, Bauer zu
werden...
Zwei äußerst amüsante Abende, die einen Kater der Lachmuskeln am nächsten Tag
garantierten. Besonders Tina Ferber überzeugte in ihrer Rolle als Magd Mirzl.
Zwischen den Akten traten die Kinder- und Jugendgruppe und die Volkstanzgruppe,
begleitet von den Zeidlermusikanten Feucht mit einigen fränkischen Volkstanzen auf.
1. Vorsitzender Jörg Lamatsch dankte am jeweiligen Abend nicht nur den Akteuren für
ihr künstlerisches Wirken, sondern auch der Souffleuse Christa Szczotok, sowie
insbesondere dem für die Ausstattung der Bühne verantwortlichen Ludwig Wolfsteiner sowie
der für das Bühnenbild zuständigen Sieglinde Schönfelder.
Einige Eindrücke aus den durchgeführten Theaterabenden sollen die nachfolgenden
Bilder vermitteln:
Bilderserie Teil 1:
Bilderserie Teil 2: